Aktuelles

 

"He Suput, kum he hier rup / un drink he sik voll / Datt hier is en Quikborn / makt satt un nich dull."

Dieser Spruch von Klaus Groth am Marktbrunnen in Friedrichstadt ziert ein Bild auf dem Titel des neuesten Heftes vom "Quickborn", der Zeitschrift für plattdeutsche Sprache und Literatur. Lesenswert sind unter anderem neben Hinrich Kruses Gedicht "De Friestatt Friedrichstadt" auch Robert Langhankes Beitrag über die Jahrestagung 2021 der Klaus-Groth-Gesellschaft unter der Überschrift "Denken an Doris Groth" und die Rezension des Buches "Klaus Groth: Mein Jungsparadies - Eine Kindheit in Tellingstedt. Übersetzt von Heiko Thomsen, illustriert von Sted Telling".

 

 

Verehrte Frünnen vun Klaus Groth un sien Wark,

zu Groths literarischen Orten zählen nicht allein Heide und Tellingstedt, auch Meldorf gehört dazu, dem insbesondere in der Erzählung "Trina" ein eindrückliches Denkmal gesetzt wird, denn "früher weer't de Hauptstadt vun Dithmarschen" (S. 208). Mit volkskundlichem Interesse schildert der Text die dortige winterliche Freizeitgestaltung im Haus: "Oppen Dörpen hett man allerlei Tidverdriv vaer de Winterabnds, de sik so lehr un fortplant, dat weer swar to seggn, wer se opfunn oder wo se herstamm, se sünd oft in jede Gegend verscheden, oft de allereenfachsten Saken: Schatten wisen, de man mit de Fingern makt un wat darto rimt, Kartenkunststück, allerlei nüdliche Knep, um en Drömigen un Daesigen to brüden, Geheemnisse ruttolocken un so wat. Dar ward ok keen Kunst ut maakt oder en Berop in söcht. Menni hett eerst tofälli an annern erfahrn, dat he wat kunn, wat en unschüllige Freid mak, un dat denn widerövt." (S. 215) Auch die Hauptfigur Trina erweist sich geschickt in diesem ebenso spontanen und flüchtigen wie regionalen Zeitvertreib im Spiel, dessen Spuren sich verloren haben, der im Text aber lebendig bleibt (Klaus Groth: Trina. In: Klaus Groth. Vertelln. Hrsg. v. Ulf Bichel u. Reinhard Goltz. Heide 2001, S. 113-244).

Die Klaus-Groth-Gesellschaft wünscht ebenso kurzweilige wie besinnliche Winterabende im Advent, frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Übergang in ein schönes Jahr 2022!

 

 

Sendung des Tagungsmitschnitts auf OK Westküste

Die am Sonnabend, den 11.12.2021, ausgestrahlte Sendung des Mitschnitts der Klaus-Groth-Tagung vom 09.10.2021, welche unter der Überschrift "Dichterliebe und Dichterehe" Doris Groth, der Ehefrau des niederdeutschen Dichters, gewidmet war, ist in der Mediathek des Offenen Kanals Westküste unter folgender Adresse abrufbar:

https://www.oksh.de/wk/hoeren/mediathek/?beitrag=dichterliebe-dichterehe-klaus-groth-tagung-2021

 

 

Der neue Vorstand der Klaus-Groth-Gesellschaft

Nach den Vorstandswahlen im Rahmen der Klaus-Groth-Tagung 2021 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Robert Langhanke, Flensburg
Stellv.Vorsitzender: Hans-Harald Böttger, Süderdorf
Sekretär: Heiko Peters, Heide
Schatzmeister: Wolfgang Schulz, Heide
Schriftführer: Dr. Hargen Thomsen, Lohe-Rickelshof
Beisitzer: Dr. Telse Lubitz, Museumsleiterin, Heide
                Heiko Thomsen, Hamburg

 

  

Briefe der Freundschaft

Der Briefwechsel zwischen Klaus Groth und Johannes Brahms

Im Mittelpunkt dieses spannenden Online-Projekts der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein und der Klaus-Groth-Gesellschaft steht die norddeutsche Künstlerfreundschaft zwischen dem Komponisten Johannes Brahms und dem niederdeutschen Dichter Klaus Groth. Die Brahms-Gesellschaft und die Klaus-Groth-Gesellschaft werden wöchentlich in einem alternierenden Rhythmus den Briefwechsel von Klaus Groth und Johannes Brahms online auf den Webseiten veröffentlichen. Schauen Sie also auch regelmäßig auf die Seite der Brahms-Gesellschaft.
Der gesamte Briefwechsel zwischen den beiden Künstlern mit zahlreichen Anmerkungen und sehr lesenswerten Erinnerungen von Klaus Groth an seinen Freund Johannes Brahms ist 1997 im Boyens Buchverlag unter dem Titel „Johannes Brahms – Klaus Groth. Briefe der Freundschaft“ erschienen. Das Buch liegt für interessierte Besucher im Brahms-Haus zur Ansicht aus und kann dort auch erworben werden. Mit besonders dankenswerter Unterstützung vom Boyens Buchverlag.

 

 

63. Brahms an Groth

[Wien, 8. März 1888]

Lieber Freund,

Auf Deinen Chor bitte ich einstweilen zu verzichten. Ich schreibe ihn gelegentlich um. So wie er ist u. ihn leider Spengel bekommen hat, kann er, selbst von starkem Chor gesungen, nur mäßig klingen. Deinen Schützling angehend, sage ich vor allem u. bitte Euch: daß er sein Bleiben u. Gehen nicht von dem meinen abhängen lasse.
Er ist nicht meinet-, sondern Mandyczewskis wegen hier u. hat einfach zu lernen. Laßt ihn also ja in Ruhe, bis M. „in den Sommer“ geht – was hier lang genug dauert! (Die Geschichte des Vaters ist traurig u. schauerlich genug!)
Ganz unfaßbar aber ist mir, daß Ihr ihn nicht längst u. zu rechter Zeit sein Freiwilligen-Jahr habt durchmachen lassen! Wenn ich seinen Körper u. seine Haltung ansehe! Ganz abgesehen davon, daß dies Soldaten-Intermezzo alle Jahr ungelegener kommt! Ich meine, ihm müßte heilsam gewesen sein, was er in einiger Zeit gar nicht mehr aushält.
Janssens bitte zu grüßen, u. danke ich Dir herzlich, daß Du ihnen so freundlich bist.
Mir wäre es schon recht, wenn ich ein paar Frühlingstage in Kiel wäre – aber ich habe wieder italienische Pläne!

Sei recht herzlich gegrüßt von Deinem

J. Br.

Dein Herminchen kommt nächster Tage!

 

 

  

Klaus Groth - Jubiläumsmagazin zum 200. Geburtstag

„An Heben seil de stille Maan.“
Klaus Groth – Sein Leben, sein Werk
Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr
Klaus Groth in der heutigen Zeit

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